Alles, was ich jetzt wollte,war, nach Afrika zurückzukommen. Wir hatten es noch nicht verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach.

Ernest Hemingway

Der Serengeti Nationalpark

Auf einen Blick:

Beste Reisezeit: Januar bis Ende März, im südlichen Teil speziell für die grosse Migration
Ganzjährig für die Seronera
Juni bis August für den Westkorridor
Juli bis Oktober, im nördlichen Teil
Tiere: Alle Big Five (Elefant, Büffel, Löwe, Leopard, Nashorn)
Streifengnu, Nilpferd, Giraffe, Nilkrokodil, Tüpfelhyäne
Besonderes: Die grosse Migration der Gnus nimmt hier ihren Beginn, wenn sich die Herden in den Kurzgrasebenen versammeln und innerhalb weniger Wochen zwischen Januar und März ein grossteil der Kälber geworfen werden.
Fläche: Ca. 15'000 km²

Beschreibung

Im Serengeti-Mara-Ökosystem findet in einem jährlichen Zyklus ein heute einzigartiges Naturschauspiel statt. Ca. 1,5 Millionen Gnus, 250'000 Zebras und 300'000 Thomson-Gazellen ziehen auf der Suche nach Regen und frischem Gras durch den Serengeti-Nationalpark und das kenianische Masai-Mara-Nationalreservat. Wo die Migration durchzieht herrscht für die Jäger, wie Löwen, Leoparden, Geparde und Hyänen Überfluss. Auch für Nationalparkbesucher bieten sich in diesen Gebieten grossartige Naturschauspiele.Es ist die letzte Wanderbewegung mit einer derartigen Anzahl grosser Landsäugetiere.

Die Serengeti mit ihren weiten Ebenen und den Schirmakazien und Leberwurstbäumen entspricht weitestgehend einer Bilderbuchsavanne verfügt aber über eine grosse landschaftliche Diversität.

Im Südosten dominieren die Kurz- und Langgrasebenen. Hier werden im zwischen Dezember und März / April die meisten Gnukälber geworfen. Auch in dieser Region befinden sich diverse grössere und kleinere Felsformationen (Kopjes) die wie steinerne Inseln aus einem Meer aus Gras herausragen. Im Gebiet der Morukopjes befindet sich auch eine kleine Nashornpopulation, die unter strengem Schutz steht.

Im Zentrum der Serengeti herrschen Akazien-Savannen und vereinzelte kleinere Flussläufe mit Galeriewäldern vor. Hier befinden sich auch das offizielle Besucherzentrum sowie die Station der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Da dieses Gebiet für die Wildtiere ganzjährig Wasser bereit hält und die Hauptwege relativ gut ausgebaut sind lohnt sich ein Besuch das ganze Jahr über. Die Chancen sind gross Löwen, Leoparden und Geparde zu sehen. Aber auch Elefanten, Büffel und Giraffen sind häufig anzutreffen. Leider ist das Gebiet auch etwas überlaufen, und bei der Sichtung einer Grosskatze können sich sehr viele Fahrzeuge stauen. Sehr interessant ist auch ein Besuch beim Retina Hippopool, wo Sie das Fahrzeug verlassen und Flusspferde sowie Nilkokodile aus sehr kurzer Distanz beobachten können.

Durch den Westkorridor schlängelt sich der Grumeti Fluss, in dem sich stellenweise riesige Nilkrokodile und Flusspferde tummeln. Weite Ebenen und hügelige, fast schon gebirgige Landstriche wechseln sich hier ab. Besonders interessant ist das Gebiet im Juni / Juli wenn die grossen Gnuherden durchziehen und teilweise den Grumeti überqueren. Der Black Cotton Soil Boden verwandelt sich bei Regen in eine Schmierseifenrutschbahn und ist dann kaum zu befahren. Das Gebiet wird weniger oft besucht und gibt einem so die Möglichkeit etwas abseits einen sehr interessanten Landstrich mit residenten Tierpopulationen zu erkunden.

Im Norden der Serengeti, an der Grenze zur kenianischen Masai Mara, herrscht hügelige Baumsavanne vor. 3 grössere Flüsse durchfliessen das Gebiet. Die Crossings (Flussüberquerungen durch Gnus und Zebras) zu Zeiten der grossen Migration sind wirklich spektakulär, wenn auch teilweise etwas schwierig zu erreichen. Das Gebiet ist im Gegensatz zur Seronera nicht sehr überlaufen.